
In unserem ersten Beitrag „Unter einem Dach, aber nicht aufeinander: Mehrgenerationenwohnen liegt im Trend“ haben wir gezeigt, dass gemeinschaftliche Wohnformen in Österreich auf großes Interesse stoßen.
58 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in einem Mehrgenerationenhaus zu leben. Dabei geht es längst nicht nur um die klassische Großfamilie. Auch junge Erwachsene, Best Ager sowie nicht miteinander verwandte Personen unterschiedlicher Generationen interessieren sich für Wohnformen, die Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung mit ausreichend Privatsphäre verbinden.
Doch wie muss eine Immobilie beschaffen sein, damit dieses Zusammenleben langfristig funktioniert?
Was für einen einzelnen Haushalt möglicherweise überdimensioniert erscheint, kann für mehrere Generationen genau richtig sein.
Zusätzliche Zimmer, ein ausgebautes Untergeschoss, ein getrennt begehbares Dachgeschoss oder ein eigener Einliegerbereich schaffen die Möglichkeit, unterschiedliche Lebensbereiche miteinander zu verbinden. Großeltern können in unmittelbarer Nähe zu ihren Kindern und Enkelkindern wohnen, ohne ihren eigenen Haushalt aufzugeben. Erwachsene Kinder können mit ihren Familien einziehen oder später einen eigenen Bereich übernehmen.
Auch wechselnde Lebensphasen lassen sich in einem flexibel nutzbaren Haus leichter abbilden. Ein Bereich, der zunächst als Homeoffice, Praxis oder Gästeebene genutzt wird, kann später zur Wohnung für Familienmitglieder werden.
Damit wird ein großzügiges Haus nicht nur zum aktuellen Lebensmittelpunkt, sondern zu einer Immobilie, die mit den Bedürfnissen ihrer Bewohner:innen mitwachsen kann.
Ein funktionierendes Mehrgenerationenhaus braucht sowohl Begegnungsflächen als auch private Rückzugsbereiche.
Gemeinsam genutzte Räume können beispielsweise der Garten, eine große Terrasse, ein Essbereich oder ein Hobbyraum sein. Gleichzeitig sollten die einzelnen Generationen möglichst eigenständig wohnen können.
Besonders vorteilhaft sind daher:
Nicht jede dieser Voraussetzungen muss bereits vollständig vorhanden sein. Entscheidend ist das Potenzial der Immobilie und die Frage, ob sich die gewünschte Nutzung mit vertretbarem Aufwand verwirklichen lässt.
Mehrgenerationenhäuser bieten zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Neben dem klassischen Zusammenleben von Großeltern, Eltern und Kindern können sie auch für andere Wohnmodelle interessant sein.
Denkbar ist beispielsweise die Kombination aus:
Gerade für Selbstständige oder Freiberufler:innen kann ein getrennter Bereich für Büro, Praxis oder Therapie eine interessante Ergänzung sein. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit erhalten, diese Flächen später anders zu nutzen.

Das großzügige Haus im Badener Ortsteil Rauhenstein verbindet Stadtnähe mit Natur und einem außergewöhnlich großen Platzangebot.
Neben der eigentlichen Wohnetage verfügt die Immobilie über einen rund 112 m² großen Kellerbereich, der überwiegend über dem Erdniveau liegt, viel Tageslicht bietet und einen direkten Ausgang auf eine eigene Terrasse und in den Garten besitzt. Dieser Bereich eignet sich unter anderem für ein Familienmitglied, eine Praxis, ein Büro oder eine zusätzliche Wohnlösung.
Besonders interessant ist das noch nicht ausgebaute Dachgeschoss mit rund 120 m² Fläche. Es ist getrennt erreichbar und bietet Potenzial für eine komplette Wohnung oder ein Studio. Insgesamt sind im Rahmen der baulichen Möglichkeiten bis zu drei Wohneinheiten vorgesehen. Das etwa 1.506 m² große Grundstück schafft zudem viel Raum für gemeinsames Familienleben, Garten, Pool und Rückzug.
Haus mit Generationenpotenzial in Baden ansehen
Die Liegenschaft in Stans (Schwaz Tirol) vereint eine außergewöhnliche Aussichtslage mit einem bereits vorhandenen eigenständigen Einliegerbereich.
Dieser befindet sich im Untergeschoss und umfasst eine kleine Küche, ein Zimmer, ein Badezimmer und einen Vorraum. Zusätzlich besitzt der Bereich einen direkten Ausgang auf eine eigene Terrasse und in den Garten. Damit ist bereits ein privater Rückzugsort vorhanden, der sich für Eltern, erwachsene Kinder, Gäste oder andere Familienmitglieder eignet.
Eine rund 56 m² große Werkstätte bietet weiteres Entwicklungspotenzial. Sie kann dem Einliegerbereich zugeschlagen oder – nach entsprechender Prüfung und Adaptierung – als zusätzliche Einheit genutzt werden. Zwei Küchen, zwei Badezimmer, drei bis vier Schlafzimmer sowie mehrere Stellplätze unterstreichen die flexible Nutzbarkeit des Hauses.
Haus mit Einliegerbereich in Stans ansehen
Das historische Anwesen im Ortskern von Gumpoldskirchen bietet eine besondere Alternative zum klassischen Einfamilienhaus.
Die Liegenschaft besteht aus einem straßenseitigen Wohngebäude, einem großzügigen Innenhof, Gartenflächen und einem rückwärtigen Wirtschaftsbereich. Diese gewachsene Struktur eröffnet Möglichkeiten für ein gemeinsames Zuhause mit getrennten Bereichen.
Im Rahmen einer qualitativen Weiterentwicklung sind laut Objektbeschreibung bis zu drei Wohneinheiten möglich. Denkbar ist beispielsweise die Kombination aus saniertem Altbau und ergänzender Bebauung im Hof. Damit eignet sich die Immobilie sowohl für eine größere Familie als auch für ein kleines Mehrgenerationen- oder Wohnprojekt mit zwei bis drei hochwertigen Einheiten.
Da sich die Liegenschaft in der Schutzzone „Altort Gumpoldskirchen“ befindet, müssen bauliche Veränderungen mit dem Ortsbild und den zuständigen Stellen abgestimmt werden. Gerade die Verbindung aus historischem Bestand, geschütztem Innenhof, Garten und Entwicklungspotenzial macht jedoch ihren besonderen Reiz aus.
Altortjuwel in Gumpoldskirchen ansehen
Wer möglichst eigenständig wohnen möchte, wird besonderen Wert auf getrennte Eingänge, eigene Küchen und Badezimmer legen. Familien, die viel Alltag miteinander teilen möchten, benötigen dagegen großzügige Gemeinschaftsflächen und gut erreichbare Rückzugsräume.
Vor einer Kaufentscheidung lohnt es sich daher, die zukünftige Nutzung möglichst konkret zu planen:
Ein Haus mit mehreren Nutzungsmöglichkeiten bietet dabei einen entscheidenden Vorteil: Die Aufteilung kann sich im Laufe der Jahre verändern. Was heute als Büro oder Gästebereich dient, kann morgen zum Zuhause einer weiteren Generation werden. Mehrgenerationenwohnen ist weit mehr als eine kurzfristige Wohnidee. Richtig geplant kann es Familien über viele Jahre begleiten und auf unterschiedliche Lebensphasen reagieren.
Erster Teil der Blogserie:
BSC Immobilien: „Unter einem Dach, aber nicht aufeinander: Mehrgenerationenwohnen liegt im Trend“, veröffentlicht am 30. Juni 2026.
Studienergebnisse:
ImmoScout24-Presseinformation „Wohnen im Wandel: Gemeinsam statt einsam“, 2. Juni 2026. ImmoScout24-Trendstudie, durchgeführt von Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2026 unter 1.000 Österreicher:innen zwischen 18 und 69 Jahren.
Immobilien und Objektdaten:
BSC Immobilien, Objektbeschreibungen „Wohnen mit Potenzial in Baden“, „Ihr Sonnenplatzl über dem Inntal“ und „Altortjuwel mit Entwicklungspotenzial in Gumpoldskirchen“; Stand: 30. Juni 2026.
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